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Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 21:17 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

Der Eisstocksport...

... entwickelte sich vor allem in Bayern und Österreich zu einem Volkssport. Bereits auf einem Bild von Pieter Breughel (1565), das zugefrorene Eisgrachten in den Niederlanden zeigt, sind "Eisstockschützen" zu sehen.

 

Der Eisstocksport...

... kann im Winter auf Natur- oder Kunsteis und im Sommer auf Asphalt gespielt werden

als Leistungssport

als Gesundheitssport

als Ausgleichssport

als Freizeitsport

Der Eisstocksport...

... in Duisburg

 

Trainingszeiten (Schnuppertraining)
Montags 20.00 bis 22.00 Uhr
in der Eissporthalle Duisburg (Trainingsbahn)

 

E-Mail:

Web: www.dsc-kaiserberg.de

 

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Das moderne Wettkampfgerät....

…besteht aus dem Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und dem Stiel. Der komplette Eisstock hat ein zulässiges Gesamtgewicht von ca. 4,3 kg. Auf Eis sind die Laufsohlen aus Gummi und auf Asphalt aus Kunststoff. Je weicher die Mischung des Materials, desto "strenger" geht die Laufsohle im Wettkampf.

 

Zur Ausrüstung eines Eisstockschützen gehören vor allem feste Winterschuhe mit einer rutschfesten Gummisohle oder stabile Turnschuhe (für Asphalt).

 

Für die optimale Handhabung sind wichtig:

 

ein fester und sicherer Stand zum Abstoßen auf dem sogenannten Standeisen (wird in das Eis eingelassen),

 

ein harmonisches Schwingen mit der Arm- und Wurfhand,

 

bei der Abgabe des Schusses das Abdrücken mit dem Standbein und der gleichzeitige Ausfallschritt mit dem vorgestellten Bein.

 

Im Gegensatz zum Kegeln oder Bowling - auch verwandte Sportarten - gibt es keinen Anlauf und auch keinen Auslauf.

 

 

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Das Mannschaftsspiel…

… ist ein Wettspiel von  zwei Mannschaften gegeneinander, bei dem es um die Bestlage (kürzeste Entfernung) der Stöcke der eigenen Mannschaften zum Ziel - Daube genannt - geht.

 

Das Ziel, die Daube - ein kreisrunder Hartgummi-Puck mit 12 cm Durchmesser - ist ein im Zielfeld beweglicher Zielgegenstand. Das Zielfeld misst 3 mal 6 Meter und ist ca. 25 Meter vom Abschusspunkt des Spielers entfernt.

Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, so wird sie wieder auf das Mittelkreuz des Zielfeldes gelegt. Das Bestreben, mit dem eigenen Stock möglichst nahe an die Daube zu kommen, kann erreicht werden, indem der Schütze versucht, seinen Stock näher zur Daube zu spielen als der Gegner oder den gegnerischen Stock wegzuschießen oder die Lage der Daube mit dem gespielten Stock durch Bewegen im Zielfeld günstig (für die eigene Mannschaft) zu verändern.

 

Eine Mannschaft besteht aus 4 Spielern, von denen jeder pro Kehre einen Schuss mit seinem Eisstock von der Abschuss-Stelle ohne Anlauf in das Zielfeld abgeben muss.

 

Ein Spiel hat 6 Kehren (Teilabschnitte), die jeweils dann beendet sind, wenn beide Mannschaften in einer Schussrichtung alle Stöcke gespielt haben und das Ergebnis von den Spielführern festgestellt ist. Die Kehren werden abwechselnd angeschossen. Hat ein Stock der anschießenden Mannschaft das Zielfeld erreicht und bleibt in diesem stehen, dann wird von der gegnerischen nachgeschossen. In der Folge muss dann eine Mannschaft solange nachschießen, bis die Bestlage eines ihrer Stöcke zur Daube erreicht ist. Gleiche Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube ergibt noch keine Bestlage und gilt bei Kehrenende als unentschieden. Wenn ein Spieler so schießt, dass alle Stöcke das Spielfeld verlassen, muss ein Spieler seiner Mannschaft nachschießen.

 

Jede Mannschaft muss bemüht sein, zumindest einen eigenen Stock am nächsten an der Zielscheibe zu platzieren. Für ein besseres Ergebnis ist es aber nötig, dass nach Beendigung der Kehre zwei, drei oder gar alle vier Stöcke der eigenen Mannschaft näher zur Daube stehen als der best-stehende Stock des Gegners. Nur dann werden sie mit Punkten bewertet.

 

Zur Wertung zählt der der Daube nächststehende Stock 3 Punkte. Jeder weitere Stock der gleichen Mannschaft, der ebenfalls näher zur Daube steht als der best-stehende Stock des Gegners, erhält 2 weitere Punkte. I

Insgesamt sind also von einer Mannschaft pro Kehre maximal 3 + 2 + 2 + 2 = 9 Punkte zu erzielen.

 

Der oder die Stöcke des Gegners erhalten in dieser Kehre keine Punkte. Bei gleicher Entfernung gegnerischer Stöcke zur Daube werden für diese Stöcke keine Punkte vergeben. Der Spielsieger ist diejenige Mannschaft, die in den 6 Kehren die höhere Stockpunktsumme erreicht. Bei gleicher Stockpunktsumme für beide Mannschaften endet das Spiel unentschieden.

 

 

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Das Zielschießen…

ist ein Einzelwettbewerb, bei dem der Spieler mit 24 konzentriert abgegebenen Schüssen in das Zielfeld bestimmte Aufgaben mit seinem Stock zu erfüllen hat. Der Spieler steht dabei auf der Abschussstelle, die 25 Meter von der Zielfeldmitte entfernt ist.

 

6 mal muss der Spieler seinen Stock in Zielringe schießen, die um die Zielfeldmitte aufgezeichnet sind. Der Stock des Spielers soll möglichst im Zentrum der Zielringe stehen bleiben.

6 Schüsse werden auf Zielstöcke abgegeben, die in verschiedenen Positionen im Zielfeld stehen und aus diesem hinausgeschossen werden müssen, wobei der Stock des Spielers im Zielfeld verbleiben soll.

6 mal muss der Stock des Spielers in die hinteren Ecken des Zielfeldes in Zielringe platziert werden

6 mal muss der Spieler mit Kombinations- und Stockschüssen bestimmte Aufgaben im Zielfeld erfüllen

 

Die einzelnen Schüsse werden je nach Aufgabe mit unterschiedlicher Anzahl von Punkten bewertet.

 

Maximal sind 240 Punkte zu erreichen.

 

Viel Gefühl, genaues Anvisieren und präzises Spiel sind zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlich.

 

 

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Im Weitenwettbewerb…

 

… versucht ein einzelner Spieler, seinen Stock möglichst weit zu schießen. Jeder Versuch ist wichtig, denn der Sportler hat im Wettbewerb nur fünf Versuche, von denen der Beste in die Wertung kommt. Diese müssen in einer trichterförmigen Bahn abgegeben werden. Verlässt der Stock die Bahn, ist der Versuch nur bis zum Punkt des Verlassens gültig. Die Abmessungen der Bahn ändern sich je nach Jahreszeit. Die Sommerbahn auf Asphalt oder Betonpflaster ist etwas schmaler als die Winterbahn auf (Natur-) Eis. Der Trichter ist beliebig verlängerbar, was auch notwendig ist, wenn man bedenkt, dass der Weltrekord bei 566 m liegt. (erzielt von Manfred Zieglgruber, SV Unterneukirchen (D) auf dem Seeoner See).

Die Technik der Weitschützen unterscheidet sich deutlich von der der beim Mannschaftsschießen, da hier nicht Genauigkeit bei Länge und Richtung des Schusses, sondern eine möglichst starke Beschleunigung des Stockes notwendig ist.

Der Schütze steht bei der Schussabgabe in der Mitte des Halbkreises auf einer Standvorrichtung. Er hat bis zur 7-Meter-Linie Platz auszulaufen. Man könnte jetzt denken, dass man niemals sieben Meter dafür benötigt. Allerdings ist der Schwung und die kinetische Energie, die auf den Sportler einwirkt so groß, dass viele sogar noch mehr als diese sieben Meter benötigen würden.

Alle Spieler benutzen den gleichen Stockkörper und die gleiche Laufsohle, dürfen aber die eigenen Stiele verwenden. Durch das Summieren der Ergebnisse mehrerer Spieler von kann auch eine Mannschaftswertung erstellt werden.

Dieser Sport ist gerade auch für Zuschauer recht interessant, da auch ein Laie sehr schnell entscheiden kann, ob der Versuch gelungen ist.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder er ist weiter als die anderen oder eben nicht.

 

 

 

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